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Arbeitsprozesse analysieren und verbessern

23. Dezember 2014

WIW-Studierende absolvierten REFA-Grundausbildung 2.0

Als Zusatzqualifikation schlossen 31 Fünftsemestler im Wirtschaftsingenieurwesen (WIW) der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach die REFA-Grundausbildung 2.0 ab und bekamen nun ihre Zeugnisse überreicht. Im Rahmen eines freiwilligen Pilotprojektes erlangten sie dabei Kernkompetenzen im Bereich Arbeitsgestaltung und Betriebsorganisation. Gleichzeitig lernten sie Methoden zur Bewertung und Verbesserung von Arbeitsprozessen.

Angeboten wird die REFA-Grundausbildung 2.0 vom REFA-Verband. Dieser ist Deutschlands älteste Organisation für betriebliche Weiterbildung in der Tradition des Scientific Managementansatzes. Neu bei dieser Zusatzqualifikation ist die eingeführte Projektwoche, die direkt an zwei Grundlagenwochen anschließt. Die Mosbacher Studierenden konnten das erlernte Wissen so unmittelbar an einem konkreten Beispiel anwenden. Dafür hatten die Teilnehmer während ihrer Praxisphase zusätzliche zwölf Vorlesungstage mit insgesamt 115 Arbeitsstunden zu durchlaufen. Nach zwei Prüfungen und einer Ergebnispräsentation erhielten sie den REFA-Grundschein Arbeitsorganisation. Die Kosten für die Abschlussprüfung übernahmen die Studierenden selbst.

„Wir haben dabei eine Menge gelernt. Gerade mit meinem Studienschwerpunkt ‚Internationale Produktion und Logistik‘ waren für mich viele interessante Produktionsthemen dabei, die die bisher erlebten Praxisphasen und Vorlesungen an der DHBW gut ergänzten“, beschreibt WIW-Studentin Daniela Schmidt ihre Erfahrung.

Praxisorientiertes Lernen

Auch Prof. Dr. Stephan Hähre, Studiengangsleiter im WIW, schätzt die zusätzliche Wissensvermittlung: „Unsere Studierenden können hier ihre theoretischen Kenntnisse optimal vertiefen. Wirtschaftsingenieure sind gerade beim Gestalten von Prozessen gefordert und dieses Seminar ermöglicht es, dies praxisorientiert zu erlernen.“

Block 1 der Qualifikation umfasste die Analyse und Gestaltung von Prozessen, in Block 2 beschäftigten sich die Studierenden mit der Entwicklung und Anwendung von Prozessdaten. Die abschließende Projektwoche bildete den dritten Block. Hier sollten sie in Teams mit den gelernten Methoden kleine Modell-LKWs möglichst effektiv montieren. Anschließend präsentierten die Teilnehmer ihre Ergebnisse vor dem REFA-Team und der Studiengangsleitung. Einen besonderen Dank richteten die jungen Leute an die Hausmeister und das WIW-Sekretariat am Campus Mosbach, die auch außerhalb der Arbeitszeiten für sie im Einsatz waren.

Die DHBW Mosbach bietet im Studiengang WIW die vier Studienrichtungen Internationale Produktion und Logistik, Innovations- und Produktmanagement, Internationales Technisches Projektmanagement sowie Internationales Technisches Vertriebsmanagement an ihren Campus in Mosbach und Bad Mergentheim an. Grundsätzlich haben alle Studierenden dieser Studienrichtungen die Möglichkeit, im Laufe ihres Studiums Zusatzqualifikationen zu erwerben und damit wichtige Praxiskompetenzen zu erhalten. Dazu gehören das Basis-Zertifikat Projektmanagement der Deutschen Gesellschaft für Projektmanagement, der DGQ-Qualitätsmanager der Deutschen Gesellschaft für Qualität sowie die Ausbildereignungsprüfung, der sogenannte AdA-Schein.