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Caritas-Krankenhaus und DHBW veranstalten Präventionstag

17. Mai 2016

Bluthochdruck ein Thema auch für junge Leute

Bluthochdruck – ein wichtiges Gesundheitsthema auch schon in jungen Jahren. Warum das der Fall ist, erklärte Dr. Jochen Selbach, Chefarzt der Medizinischen Klinik 3 im Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim, in seinem Vortrag bei den Studierenden des dualen Studiengangs BWL-Gesundheitsmanagement des Campus Bad Mergentheim der DHBW  Mosbach. Anlass der außerplanmäßigen Vorlesung im Bad Mergentheimer Mittelstandszentrum: Der Welthypertonie-Tag am 17. Mai.

An diesem Tag informiert die Deutsche Hochdruckliga mit verschiedenen Aktionen über die Gefährdung durch Bluthochdruck und dessen Folgeerkrankungen, wie z.B. Schlaganfall, Herzinfarkt, Nieren- und Gefäßschädigungen. Ziel ist es, in der Bevölkerung ein Bewusstsein für die eigenen Blutdruckwerte zu wecken.

Durch eine frühzeitige Prävention könne man den Folgen von Hypertonie entgegenwirken, auch schon in jungem Alter, unterstrich Dr. Jochen Selbach. Der Regionalbeauftragte der deutschen Hochdruckliga warnte davor, die Folgen von Bluthochdruck zu unterschätzen: „Die Nierengefäße erkranken oder durch Durchblutungsstörungen im Gehirn kann es zu einem Schlaganfall kommen“. Der Internist und Hypertensiologe (Spezialist für Bluthochdruck) weckte durch seine zielgruppennahen und praxisorientierten Beispiele das Interesse des überwiegend jungen Publikums: „Wenn man zu lange im hohen Drehzahlbereich fährt, kommt es irgendwann zum Motorschaden. Genau so ist es auch mit einem hohen Blutdruck“, erläutert Dr. Selbach. Die Tatsache, dass viele Menschen ihren Blutdruck gar nicht kennen, hat die deutsche Hochdruckliga dazu veranlasst eine Vision auszugeben: Alle Menschen über 30 Jahre sollten ihren Blutdruck kennen. Frühes Erkennen von Bluthochdruck reduziere durch entsprechende Behandlung die Gefahr von möglichen Folgeschäden, denn oft könne man auch ohne Tabletten effektiv behandeln.

Die Selbstmessung sei dabei eine wichtige Information, auch für den Arzt. Der Hypertensiologe mahnte dabei allerdings: „Viele Blutdruckmessgeräte sind oft ungenau oder fehlerhaft, vor allem die Nicht-Automatischen“ und gab als Hinweis, die Prüfsiegel auf den entsprechenden Geräten zu beachten. Im Anschluss an den Vortrag nutzten die Studierenden, sowie der Leiter am Campus Bad Mergentheim Prof. Dr. Seon-Su Kim, noch die Möglichkeit ihren Blutdruck überprüfen zu lassen. Der Prorektor der DHBW Mosbach bedankte sich bei Selbach für sein Kommen und hob die gute Zusammenarbeit hervor. Viele Studierende suchten im Anschluss an den Vortrag das Gespräch mit  Selbach und signalisierten damit ein reges Interesse an der Prävention von Bluthochdruck.