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Der perfekte Absolvent

20. Januar 2015

Wirtschaftsingenieurwesen der DHBW Mosbach orientiert sich am Bedarf

Absolventin Christina Böhm
Christina Böhm bei ihrer Graduation Ceremony in Wales

Die DHBW Mosbach bildet seit Jahrzehnten gemeinsam mit Unternehmen aus. Das Ergebnis: nahe am perfekten Absolventen, dessen Vorzüge eine aktuelle Studie zusammenfasst. Denn die DHBW-Studierenden sind praxiserfahren, spezialisiert und international. Das macht sie auf dem Arbeitsmarkt begehrenswert. Eine Mosbacher Absolventin arbeitet für einen unterfränkischen Weltmarktführer.

Der ideale Absolvent? Praktische Unternehmenserfahrung und sorgfältig gewählte Studienschwerpunkte soll er bereits mitbringen, finden rund dreiviertel der Personalentscheider. Dazu noch gute Noten und Zeugnisse, Auslandserfahrung und Fremdsprachenkenntnisse, so das Ergebnis der Hochschul-Recruiting-Studie 2014 der Jobbörse Jobware und der Hochschule Koblenz, die im Oktober veröffentlicht wurde. „Unser internationales duales Studienkonzept passt total in die Zeit“, kommentiert Prof. Dr. Albrecht Dinkelacker, Studiengangsleiter für Wirtschaftsingenieurwesen mit der Richtung Internationales Technisches Projektmanagement (ITP) an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach, diese Ergebnisse. „Immerhin bilden wir hier in Mosbach seit über 10 Jahren gemeinsam mit international agierenden Unternehmen Wirtschaftsingenieure nach diesen Schwerpunkten aus.“

An der Schnittstelle zwischen kaufmännischem und technischem Bereich

Die Hälfte des dreijährigen Studiums verbringen die Studierenden an der Hochschule, die andere Hälfte bei ihren Ausbildungsunternehmen. Mit einem Wechsel alle drei Monate ist der Theorie-Praxis-Transfer sichergestellt. Die studentischen Projekt- und Bachelorarbeiten befassen sich mit Problemstellungen der Unternehmen und liefern eine wissenschaftlich fundierte Lösung. „Mehr Praxiserfahrung als bei unserem dualen Studienkonzept kann man während eines Hochschulstudiums nicht sammeln“, weiß Dinkelacker. Die Studierenden arbeiten interdisziplinär: Neben den ingenieurwissenschaftlichen Grundlagen und Spezialisierungen in den Bereichen Maschinenbau, Elektrotechnik und Informationstechnik erwerben sie solide betriebswirtschaftliche Kenntnisse. „Das ist wichtig, denn die Absolventen werden später an Schnittstellen zwischen dem kaufmännischen und technischen Bereich eingesetzt“, so der Professor.

Christina Böhm ist frischgebackene Absolventin der Studienrichtung. „Nach der langen Schulzeit wollte ich nicht länger nur zuhören“, erklärt sie. „Die größte Stärke des dualen Studiums ist der umfassende Einblick in ein Unternehmen, den man durch den Einsatz in verschiedenen Abteilungen erhält.“ Böhms Dualer Partner war die Linde Material Handling GmbH in Aschaffenburg, bei der sie nun auch nach dem Abschluss übernommen wird. Das Unternehmen zählt zu den weltweit führenden Herstellern von Gabelstaplern, Lagertechnikgeräten und elektrischen Antriebssystemen. Es unterhält Produktions- und Montagewerke in allen wichtigen Regionen weltweit sowie ein globales Vertriebs- und Servicenetzwerk mit Vertretungen in über 100 Ländern.

Wichtig für den Dualen Partner war darum die internationale Ausrichtung des ITP-Studiums. In Seminaren vermitteln die Professoren und externen Lehrbeauftragten Fachwissen darüber, wie weltweit vernetzte Produktentwicklungs- und Fertigungsprozesse sowie ein internationaler technischer Vertrieb und Einkauf aufgebaut sein müssen. Interkulturelle Kompetenz und Sprachkurse in Technischem Englisch runden die Curricula ab. Doch der wichtigste Bestandteil ist der einjährige Studienaufenthalt an einer ausländischen Partnerhochschule. Christina Böhm verbrachte ihr drittes Studienjahr an der University of South Wales. „Dort habe ich meine Englischkenntnisse aufgefrischt. Vor allem in den technischen Fächern habe ich meine Kenntnisse erweitert und neue Perspektiven kennengelernt.“ Böhm hat ihr Studium in Mosbach und in Wales mit besten Noten abgeschlossen und freut sich über ihren Double Degree als Bachelor of Engineering der DHBW Mosbach und als Bachelor of Science with Honours der University of South Wales.

Ein Auslandsaufenthalt prägt

Ein Studium an der DHBW ist häufig der erste Schritt einer erfolgreichen Karriere, wie Kristina Rudis Beispiel zeigt. Sie gehört zum ersten Abschlussjahrgang dieser Studienrichtung an der DHBW Mosbach. Vor allem ihre Vielseitigkeit und die internationale Ausrichtung haben dazu beigetragen, dass ihr Dualer Partner ihr direkt nach Abschluss des Studiums die Konzeption, Definition und Implementierung der Projektmanagement-Tools übertrug. Nach 13 Jahren ist sie beim amerikanischen Chipentwickler Atmel Automotive Leiterin des Projektmanagements und des Entwicklungscontrollings. Insbesondere den Auslandsaufenthalt an der Universität Cardiff sieht sie als wichtig für ihre persönliche und fachliche Weiterentwicklung im Studium an. „Der Aufwand, englischsprachige Vorlesungen aufzubereiten, war um einiges größer als an der heimischen Hochschule“, erinnert sie sich. „Ebenso kann es eine Herausforderung sein, sich bei den dortigen Studierenden einzugliedern und akzeptiert zu werden. Es prägt, wenn man das erfolgreich meistert.“