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Fachtagung: Infrastruktur und Mobilität im ländlichen Raum

22. Juni 2015

Interessierte tauschten sich im Audimax aus

In der vergangenen Woche kamen im Audimax der Hochschule rund 40 Interessierte zusammen, um sich im Rahmen einer gemeinsamen Fachtagung der DHBW Mosbach mit der Deutschen Verkehrswissenschaftlichen Gesellschaft Bezirksvereinigung Württemberg e.V. über die zukünftige Infrastruktur und Mobilität im ländlichen Raum auszutauschen.

Der ländliche Raum ist und bleibt schwierig für den ÖPNV (Öffentlicher Personennahverkehr). Geringes, bzw. rückläufiges Fahrgastpotential, Verkehrsinfrastrukturprobleme und ein verändertes rechtliches Umfeld fordern neue, flexible Mobilitätsangebote.
Prof. Dr. Dietmar Polzin, Leiter des Studiengangs BWL-Handel Warenwirtschaft und Logistik, nahm diese Problematik erstmalig an der DHBW auf und führte das Publikum durch die Tagung. Nach der Begrüßung durch Dekan Prof. Dr. Karl Albert Strecker folgte eine Einführung von Detlef Kuhn, Vorsitzender des Verkehrsausschusses der IHK Rhein-Neckar. Die örtliche Situation des Nahverkehrs im Neckar-Odenwald-Kreis wurde von ihm pointiert umrissen.

Danach referierte Horst Windeisen, Geschäftsführer der Württembergischen Eisenbahn-Gesellschaft MbH (WEG) und Omnibus-Verkehr Ruoff GmbH (OVR), über Infrastruktur und Mobilität im ländlichen Raum. Aus Sicht eines großen Verkehrsanbieters in Baden-Württemberg wurden zahlreiche bereits realisierte neue unternehmerische Ideen aufgezeigt. Dipl.-Wi.-Ing. Stefan Tritschler, Geschäftsführer der VWI Stuttgart GmbH, schloss sich mit einem Vortrag zum Thema Innovationen für die Mobilität im ländlichen Raum an. In einem Übersichtsvortrag konnte er den Zuhörern die aktuellen gesellschaftlichen und verkehrstechnischen Rahmenbedingungen für neue Mobilitätslösungen aufzeigen. Aus ganz Deutschland wurden Beispiele aufgeführt, die auch für den Neckar-Odenwald-Kreis denkbar sind.

Im Schlusswort dankte Polzin den Referenten für die zahlreichen innovativen Gedanken zu neuen Mobilitätslösungen. Der ÖPNV muss solche neuen Angebote annehmen, um seine Aufgabe auch in Zukunft zu erfüllen. „Diese Fachtagung war ein erster Schritt, im nächsten Jahr könnte eine ähnliche Veranstaltung unter Einbindung des Landkreises und der Kommunalpolitik auch zu konkreten Verbesserungen in unserem Raum führen“, schloss Polzin die Tagung.