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Gekommen, um zu bleiben

2. Juli 2015

Erste Konstruktion - ein Leuchtkäfer: Dzhoana Yorlanova will ab Herbst in Mosbach Angewandte Informatik studieren. Ihr hat die Schnupperwoche an der DHBW Mosbach sehr gut gefallen.

Dzhoana Yorlanova hat sich in Deutschland und Mosbach verliebt. Dass es so schnell gehen würde, hätte sie nicht gedacht. Die 20-jährige Bulgarin ist im Rahmen der Schnupperwoche für internationale Studieninteressierte an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach und schaut sich eine Woche lang den Campus in Mosbach und Bad Mergentheim an. Zudem lernen die Schnupperwochen-Teilnehmer auch Arbeitgeber in der Region kennen.

Yorlanova hat ihren Traumarbeitgeber im Praktikum auch gleich gefunden. Sie hofft nun auf einen Studienplatz im Herbst. Ab September will die Bulgarin, wenn alles gut läuft, wieder in Deutschland sein - dann als eingeschriebene Studentin.

Doch was erleben die internationalen Absolventen während der Schnupperwoche? "Neben Vorlesungen, die den Studienalltag und die Anforderungen deutlich aufzeigen sollen, machen die Abiturienten auch kurze Praktika bei Kooperationspartnern der DHBW", erzählt Stefan Riedl. Er ist an der DHBW Mosbach am Campus Bad Mergentheim für die Internationale Kooperation zuständig. Fähige Abiturienten aus dem Ausland seien bereits jetzt bei den Arbeitgebern gefragt, "und das, obwohl der Fachkräftemangel noch nicht so groß ist wie er es in ein paar Jahren sein wird", sagt Riedl.

Eigenen Leuchtkäfer konstruiert

Yordanova bringt hervorragende Deutschkenntnisse mit. "Die Sprache habe ich innerhalb eines Jahres gelernt", sagt sie. Ein guter Grund, warum sie sich sofort für ein Duales Studium eignet. Die Bulgarin kommt aus der Stadt Plewen, die im Norden des Landes liegt. "Ich will unbedingt Angewandte Informatik studieren", erzählt sie und strahlt währenddessen über das ganze Gesicht. Die Schnupperwoche an der DHBW Mosbach hat ihr sichtlich gefallen. "Ich habe sogar bereits einen Leuchtkäfer selbst konstruiert." Und schon lässt sie den Käfer los und er saust über den Tisch.

"Ich bin fasziniert von Mosbach. Bad Mergentheim ist auch sehr schön", berichtet Yordanova. Den Entschluss, in Deutschland und an der DHBW Mosbach zu studieren, habe sie während der Schnupperwoche sehr schnell gefasst. Das dreitägige Praktikum hat sein übriges dazu beigetragen: "Die enge Verbindung zwischen Theorie und Praxis gefällt mir. Dann auch noch in weltbekannten Unternehmen zu lernen, ist toll." In Bulgarien sei das Studium weitaus theorielastiger.

Gute Auffassungsgabe

Während ihres Praktikums wurde die 20-Jährige auch gleich gefordert. Sie hat zum Beispiel einen Taschenrechner programmiert. "Das Unternehmen ist sehr angetan von ihr und ihrem Können. Dass sie nach einem Jahr bereits so gut Deutsch spricht, zeigt, dass Dzhoana eine gute Auffassungsgabe hat", freut sich Projektkoordinator Riedl. 

Während der Schnupperwoche ist die Bulgarin in einem Wohnheim in Bad Mergentheim untergebracht. Anschluss an die DHBW-Studenten findet Yordanova in Vorlesungen und Besuchen in Laboren. "Stadtführungen und gemeinsame Abende gibt es auch", sagt Riedl. Auf den Herbst freut sich Yordanova besonders - dann geht ihr Studienleben in Mosbach hoffentlich los - in der Stadt, von der sie während der Schnupperwoche so fasziniert ist.

Die Schnupperwoche

Die Schnupperwoche ist ein Programm, das unter anderem der Deutsche Akademische Austausch Dienst (DAAD) fördert und das mit Mitteln des Auswärtigen Amtes finanziert wird. Zudem bietet die DHBW Mosbach auch noch ein vierwöchiges Programm mit dem Titel "Sommer im Schloss" an. Hierbei gibt es für die internationalen Schüler einen Intensiv-Deutschkurs sowie eine Vorstellung der Studiengänge.

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