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Intelligente Instandhaltung

9. Dezember 2016

DHBW Mosbach lud zu Industrieforum

Industrie 4.0 verändert Technologien, Abläufe und Organisationsstrukturen. Das erfordert auch eine Neuausrichtung der Instandhaltung in der Fabrik der Zukunft. Die IHK Rhein-Neckar und die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach widmeten das Industrie-Forum 2016 deshalb dem Thema „Intelligente Instandhaltung – In Verbindung mit Industrie 4.0 bei KMU“.

Mitorganisator Prof. Dr. Andreas Weißenbach führte die 35 Instandhaltungs-Experten und Fachleute aus der Produktion und dem Engineering mit seinem Vortrag über den aktuellen Stand ins Thema ein. „Wir wollten mit dem Industrieforum die Instandhaltung bei KMUs in den Fokus rücken und ihnen gleichzeitig eine Plattform zum Austausch und zur Information für die Neuerungen durch Industrie 4.0 bieten“, so der Professor. Weißenbach weiß um die Vorteile funktionierender Netzwerke bei dieser Thematik, da er zu diesem Themenkomplex in Verbindung mit der Instandhaltung promovierte. Er zeigte den Teilnehmern auf, dass beispielsweise Verbundinstandhaltung und ähnliche Kooperationsmodelle die Ausfallzeiten und die Instandhaltungskosten drastisch reduzieren können.

Mit Rainer Tremmel (Perfect Production GmbH) referierte ein Experte für MES-Systeme dazu, wie Daten zur Instandhaltung genutzt werden können. Dr. Stefan Knopf (SAP Deutschland SE) ging ergänzend der Frage nach, wie die Vernetzung durch die vierte industrielle Revolution die Bedingungen für die Instandhaltung ändern wird. Benedikt Rauscher (Pepperl+Fuchs GmbH) skizzierte, wie Sensorik in der Industrie 4.0 angewendet werden kann, um eine ganzheitliche Instandhaltung statt lediglich Messwerte zu erhalten.

Abgerundet wurde das Industrieforum durch Wirtschaftsingenieur Prof. Dr. Simon Möhringer: Er zeigte den Teilnehmern, wie Daten, die durch die Verzahnung der Produktion mit den modernen Informations- und Kommunikationstechniken in einem Unternehmen vorliegen, genutzt werden können, um Energieeinsparungen bei Strom oder Wärme in der Instandhaltung zu erwirken. Zum Ausklang führte Prof. Dr. Christian Kuhn die Teilnehmer durch die digitale Modellfabrik.

„Das Forum thematisierte, wie Informationsdaten aus der Instandhaltung den gesamten Betriebsablauf beeinflussen können“, so Weißenbach. „Für eine intelligente Instandhaltung müssen die Werkzeuge für den vernetzten Einsatz weiterentwickelt werden. Daneben muss die Instandhaltung als integraler Bestandteil eines Unternehmens auch durch Industrie 4.0 Informationen erfassen und verarbeiten.“ Damit rücke sie in der zukünftigen Prozessentwicklung deutlich stärker zum Kernprozess der Wertschöpfung.

Die Vorträge finden Sie auf der Webseite der IHK Rhein-Neckar: www.rhein-neckar.ihk24.de/innovation/innovationsberatung/Industrie_4_0/Veranstaltung--Industrie-4-0-/3152438. Das nächste Industrieforum findet im Oktober 2017 statt.