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Kleine Teilchen - große Leistungen!

5. Februar 2016

Das Thema in der Reihe "Studium Generale" an der DHBW Mosbach am vergangenen Donnerstag hieß: "Exzellente Ingenieursleistungen für die Grundlagenforschung". Vortragender war der Leiter der rumänischen Gruppe des ALICE-Detektoren-Projekts am Teilchenbeschleuniger Large Hadron Collider (LHC) am CERN in Genf, Prof. Mihai Petrovici, gleichsam Leiter des Instituts für Hadronenphysik (IFIN) in Bukarest. Schon schnell wurde in dem mit rund 100 Zuhörern gut besuchten neuen Auditorium der DHBW klar, welche großen Herausforderungen an die Ingenieurinnen und Ingenieure der verschiedensten Disziplinen in einem solchen Projekt gestellt wird.

Die Reise durch die verschiedenen Aufgabenfelder führte von der sehr energieintensiven Erzeugung von Teilchenstrahlen in Teilchenbeschleunigern, über hochkomplexe und gigantische Detektoren hin zu einer ausgeklügelten Datenverarbeitung und Analyse in riesigen Rechnersystemen und Datenbanken.

Beeindruckend war der ständige Sprung von kleinsten Dimensionen in der Größenordnung von kleiner 10^(-18) Meter für die Größe der Teilchenfragmente (Merke: 1 Femtometer = 10^(-15) m = 1000 Pikometer), welche bei den ständigen Beschüssen in den Beschleunigern erzeugt werden, bis hin zu den Datenmengen als Folge der Teilchenkollisionen in der Größenordnung von 10^18 Byte (1 Exabyte = 10^18 Byte = 1000 Petabyte). Natürlich wurde neben den vielen erzeugten Teilchenarten bei Zusammenprall hochenergetischer Ionen auch das oft gesuchte und inzwischen wohl gefundene Higgs-Teilchen erwähnt, oft auch als "Gottesteilchen" bezeichnet. Am Ende des kurzweiligen aber trotzdem sehr inhaltsreichen Vortrags war ein Fazit auf jeden Fall: "Der Weg ist das Ziel!"