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Mechatronik-Professoren aus ganz Deutschland tagen in Mosbach

9. Mai 2014

Die Duale Hochschule Baden-Württemberg Mosbach ist Gastgeber der halbjährlichen Arbeitskreissitzung „Mechatronik an Hochschulen“ der Deutschen Gesellschaft für Mechatronik (DGM). Rund 20 Professorinnen und Professoren aus der ganzen Republik haben sich am Donnerstag und Freitag in Mosbach zu Inhalten in Lehre und Forschung im Fach Mechatronik ausgetauscht, um so Qualitätsstandards an Hochschulen sicherzustellen.

Die DHBW Mosbach ist Mitglied im Arbeitskreis, der dieses Jahr sein 15-jähriges Bestehen feiert. Der Arbeitskreis befasst sich im Rahmen seiner Tagung diesmal unter anderem mit neuen Studienrichtungen in der Mechatronik wie Elektromobilität oder Medizintechnik. Passend zum Fachgebiet, das ein Mix aus Elektrotechnik, Informatik und Maschinenbau ist, konnten die Gäste während des Abendprogramms wahlweise die komplexe Funktionsweise eines Segways „erfahren“ oder die Buchener Firma Hoffmann und Krippner besichtigen.

„Wir freuen uns, den Fachbereichstag ausrichten zu dürfen. Für uns bedeutet das größere Sichtbarkeit in der Hochschullandschaft“, erklärt Prof. Dr. Rainer Klein, Studiengangsleiter im Fach Mechatronik. Aktuelle Forschungsaktivitäten an der DHBW Mosbach liegen im Bereich Elektromobilität, z.B. in der Entwicklung kostengünstiger, nutzerfreundlicher und leistungsstarker Batteriesysteme für Elektroantriebe. Intensiv arbeiten die Mosbacher derzeit an einem E-Segler in Kooperation mit der Firma Schleicher. Voraussichtlich Ende des Jahres soll der neu entwickelte Elektroantrieb für den ASG 32 EL Segler in einem Prototyp getestet werden.

Weitere Forschungs- und Entwicklungskompetenzen hat die DHBW Mosbach in der Sensorik. Hier entwickelten die Mechatroniker einen Pulsoximeter für Säuglinge und Kleinkinder bis zu einem Jahr zur Messung der Blutsauerstoffsättigung. Für die Anatomie von Neugeborenen waren spezielle Anforderungen an den Sensor nötig: Er sollte flexibel sein, dabei aber trotzdem nicht verrutschen und gleichzeitig genaue Messergebnisse liefern.

DHBW-Studierende haben für beide Projekte wesentliche Vorarbeiten geleistet. „Ohne unsere Studenten wären wir nicht dort, wo wir heute stehen. Gleichzeitig geben praxisrelevante Arbeitsaufträge den Studierenden einen hohen Motivationsschub“, ist Klein überzeugt. Ein Ausbildungskonzept, das auch für die anwesenden Hochschulprofessoren und -professorinnen des Arbeitskreises Mechatronik interessant sein dürfte.