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Nicht nur für Klausuren lernen, sondern für das Leben

28. Juli 2015

Studierende der DHBW befassten sich mit Nachhaltigkeit

Wie kann man nachhaltiger wirtschaften und leben, um die begrenzten Ressourcen der Erde auch für die folgenden Generationen zu bewahren? Mit dieser Fragestellung befassten sich die Studierenden des sechsten Semesters im Studiengang BWL-Handel an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach in einem dreiwöchigen Seminar.

Die Interessen der global agierenden Unternehmen − geprägt durch wirtschaftliches Denken − sind oft so weit von der Sorge um Nachhaltigkeit entfernt, dass die Kluft unüberwindbar erscheint. Um Arbeitsplätze und Wirtschaftswachstum zu erhalten, stehen Regierungen im Konflikt zwischen Effizienz und Nachhaltigkeit. Innerhalb des Seminars wurden die Studierenden damit beauftragt, diese vielfältigen Dimensionen und Zusammenhänge anhand verschiedener Fragestellungen zu erfassen und trotz aller Komplexität Lösungswege aufzuzeigen.

In der ersten Seminarwoche wurden die Studierenden durch Vorlesungen und Vorträge in das Konzept der Nachhaltigkeit eingeführt. Dabei wurden Ursprung, Entwicklung und verschiedene theoretische Ansätze des Nachhaltigkeitsgedankens behandelt. Die Inhalte orientierten sich am 3-Säulen-Verständnis, welches besagt, dass Nachhaltigkeit immer eine ökonomische, eine ökologische und eine soziale Dimension hat. Abgerundet wurden die theoretischen Grundlagen durch einen einleitenden wissenschaftlichen Vortrag von Prof. Dr. Erich Zahn zu den „Grenzen des Wachstums“, einen Praxisvortrag eines DHBW-Absolventen zum Thema des Nachhaltigkeitsreportings sowie eine Exkursion in den Global Food Garden der Missionsgesellschaft Operation Mobilisation (OM) in Mosbach.

Die von den Studierenden zu bearbeitenden Themen reflektierten diese drei Säulen: Neben Themen mit ökonomischem Schwerpunkt wie TTIP, Technikfolgenabschätzung, geplante Produkt-Obsoleszenz, Konsum und Themen mit ökologischem Schwerpunkt, wie Trinkwasser-Knappheit, Verschmutzung der Meere, ökologisches Bauen und Verpackungswahn standen auch Themen mit sozialem Schwerpunkt im Fokus: Armut in Deutschland, Korruption und Nichtregierungsorganisationen (NGOs). Die Gruppenpräsentationen der jeweiligen Ergebnisse im neuen Audimax der Hochschule überzeugten durch eine originelle Aufbereitung der Themen: Pressemitteilungen, Interviews, eigene Kurzfilme, professionell moderierte Diskussionsrunden, vielfältiges Anschauungsmaterial und viele andere Ideen sorgten für konzentrierte und interessierte Zuhörer während der gesamten Veranstaltung. In den schriftlichen Ausarbeitungen spiegelten sich die fachliche Durchdringung der komplexen Zusammenhänge, aber auch die Begeisterung und das Interesse der Studierenden wider.

Das Seminar gab den Studierenden die Möglichkeit, ihre eigenen Handlungen zu überdenken und legt damit den Grundstein, auch auf gesellschaftlicher Ebene Veränderungen herbeizuführen. Eine Studentin schließt ihre Bewertung mit den Worten: „Das Fach hat mich inspiriert, einen bestimmten Weg einzuschlagen!“