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Offene Türen im Wettbewerb um die besten Köpfe

12. Juli 2014

DHBW Mosbach präsentierte sich mit ihren Dualen Partnern

Der Tag der offenen Tür an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach war ein Tag zum Anfassen und gegenseitigen Beschnuppern: Nicht nur die elf Studiengänge mit ihren 19 verschiedenen Studienrichtungen präsentierten sich den über 1.000 Besuchern, auch 123 Duale Partner waren vor Ort.

„Bei der zunehmenden Vielzahl an Studienangeboten wird es für Schülerinnen und Schüler immer schwieriger, das Richtige zu finden“, erklärt die Rektorin der DHBW Mosbach, Prof. Dr. Gabi Jeck-Schlottmann. „Gute, strukturierte Informationen bieten Orientierung und unterstützen bei der Studienwahl. Noch wichtiger sind aber Informationen aus erster Hand.“ Beratung durch die Studiengangsleiter, Gespräche mit aktuellen dualen Studierenden oder erste Kontakte mit den Dualen Partnern erleichtern den Übergang von der Schule ins Studium. „All das bot unser Tag der offenen Tür, weil sich Studieninteressierte ein Bild vor Ort machen konnten und in ungezwungener Umgebung mit Dualen Partnern und Professoren in Kontakt kamen. Ich danke daher allen Kolleginnen und Kollegen, die mit viel Engagement zum Gelingen dieses Tages beigetragen haben.“

Mit Bewerbungsmappe im Gepäck zum Dualen Partner

Informationen über das duale Studium sind besonders komplex: Neben Hochschulstandort und Studienfach müssen sich Bewerber auch noch für einen Dualen Partner entscheiden. Bei Studieninhalten arbeiten Duale Unternehmen und die DHBW Mosbach eng zusammen und passen sie aktuellen Anforderungen des Marktes an. Jüngstes Beispiel dafür ist das BWL-Studienprofil Internationaler technischer Handel. Obwohl erst seit einem knappen Monat zugelassen, konnten bereits zwölf Duale Partner gefunden und zwei Studienplätze für 2014 vergeben werden. „Mit dem Studienangebot Internationaler Handel wird der angehende Betriebswirt international, ohne seine Heimat verlassen zu müssen“, weiß Prof. Dr. Dietrich Emmert um die Vorteile. „Das neue Wahlprofil bietet neben den betriebswirtschaftlichen und internationalen Kenntnissen darüber hinaus Produktwissen, das sich die Studierenden ansonsten erst im späteren Beruf nachträglich aneignen müssten.“ Bei den Beratungen durch die Studiengangsleiter kamen durchaus handfeste Ergebnisse zustande: An Emmerts Stand konnte gleich der Kontakt zwischen einer Studieninteressentin und ihrem Wunscharbeitgeber geknüpft werden. „Sie brachte ihre Bewerbungsmappe mit und kam ins Gespräch mit dem Unternehmensvertreter, der ihre Unterlagen gleich begutachtet hat“, berichtet Emmert.

SKF-Bus nach Mosbach

Auch die Unternehmen nutzten den Tag der offenen Tür, um für das duale Studium zu werben. Der Schweinfurter Kugellager-Hersteller SKF ist seit 30 Jahren Dualer Partner der DHWB Mosbach und lud insgesamt 30 Schüler aus der Region Schweinfurt, Würzburg und Kitzingen zu einer gemeinsamen Busfahrt ein. „Der Kampf um die Talente ist längst eröffnet“, erklärte Personaler Christian Förster. Seine Kollegin Lisa Eilmes weiß aus den Erfahrungen der vergangenen Jahre, dass sich um die 20 Prozent der Teilneh-mer dann auch auf einen der zehn Studienplätze bewerben. Mit Susanne Schmal und Landino Nernosi (beide aus Schweinfurt, 11. Klasse) brachte sie zwei Interessenten mit, die bereits vorher sehr gut über das duale Studium Bescheid wussten. „Sehr informativ“, fand Schmal den gesamten Tag der offenen Tür und lobte insbesondere die persönlichen Gespräche mit den aktuellen dualen Studierenden, da diese Informationen für sie wesentlich mehr Gewicht haben als Daten und Fakten aus dem Internet. Sie möchte sich für Mechatronik oder Maschinenbau bewerben. Nernosi dagegen interessiert sich für Wirtschaftsingenieurwesen. „Mein Höhepunkt waren einige richtig gute Gespräche mit den Unternehmen, bei denen man mit einem Lächeln den Stand verlässt“, erklärte er.

Sandra Althauser ist den beiden bereits einen Schritt voraus: Nach einer erfolgreichen Ausbildung nimmt sie bereits in diesem Herbst ihr Maschinenbaustudium in Mosbach auf. Ihr Dualer Partner ist Maja-Maschinenfabrik nahe Offenburg. Sie nahm aus Neugierde den weiten Weg, um ihren zukünftigen Studienort schon einmal zu beschnuppern. Den sprichwörtlichen Balanceakt zwischen Theorie und Praxis, zwischen einem straff organisierten dualen Studium und der Freizeit nahm sie erfolgreich vorweg – auf den Slacklines.

Galerie Tag der offenen Tür 2014