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Semesterstart: Qualität in der Lehre als Maßstab

1. Oktober 2014

Anfängerzahlen erlauben qualitative Weiterentwicklung

1.220 neue Studentinnen und Studenten beginnen in diesem Herbst ihr wirtschaftswissenschaftliches oder technisches Studium an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach. Nach den Rekordzahlen der letzten Jahre sorgt diese Nachricht für Entspannung: Rektorin Prof. Dr. Gabi Jeck-Schlottmann nutzt die Chance für neue Qualitätsoffensiven in der Lehre. Insgesamt studieren nun 3.600 junge Leute nach dem dualen Prinzip an den Campus Mosbach und Bad Mergentheim.

Besonders beliebte Studienfächer sind am Campus Mosbach Maschinenbau, BWL-Handel und Bauwesen. Knapp 40 Prozent aller Studienanfänger haben sich für einen dieser drei Studiengänge eingeschrieben. Am Campus Bad Mergentheim studiert beinahe die Hälfte der dortigen Erstsemester BWL-International Business. Insgesamt betrachtet sind die Neulinge auf die beiden Fakultäten in etwa gleich verteilt (52% Technik, 48% Wirtschaft). Mit Blick auf die Gesamtstudierendenzahl der DHBW Mosbach lernen nun knapp drei Prozent weniger junge Leute an den beiden Campus als im vergangenen Jahr.

„Nach den Jahren ungebremsten Wachstums tut uns diese Konsolidierung vor allem unter den Aspekten Qualität und Ressourcen ausgesprochen gut“, kommentiert Rektorin Prof. Dr. Gabi Jeck-Schlottmann die neuen Studierendenzahlen. Und sie gibt auch gleich den Kurs fürs nächste Jahr vor: „Die Qualitätssicherung in der Lehre hat nach wie vor oberste Priorität.“ Neben dem verstärkten Ausbau des Angebots, das Schülern den Übergang zur Hochschule erleichtern und das Rüstzeug für ein erfolgreiches Studium an die Hand geben soll, setzt die Rektorin außerdem auf mehr Professoren- und Infrastrukturstellen. „Hohe Qualität in der Lehre ist nur möglich, wenn auch das Betreuungsverhältnis stimmt“, so Jeck-Schlottmann. In diesem Jahr konnten 33 Stellen neu geschaffen werden. Knapp die Hälfte der insgesamt 45 Neueinstellungen entfällt auf Professuren bzw. akademische Mitarbeiter. Dreizehn weitere Professuren befinden sich im Ausschreibungs- bzw. Berufungsverfahren. Die DHBW Mosbach liegt damit im Vergleich zu anderen DHBW-Standorten mit 2,0 Professoren pro Kurs à 30 Teilnehmer leicht über dem Durchschnitt.

Tag der Lehre: Weiterqualifizierung von Professoren und Dozenten

„Wir müssen weiter qualifizierte Lehrende finden und auch binden, denn die Überlast aus den starken Abitur-Doppeljahrgängen 2012/13 ist nach wie vor vorhanden“, erklärt Jeck-Schlottmann. Die DHBW Mosbach engagiert sich daher besonders stark im Bereich Weiterqualifizierung von Professoren und Lehrbeauftragten: Erstmals führt sie im Oktober landesweit einen „Tag der Lehre“ durch. In Workshops und Vorträgen erfahren Professoren, Dozenten, aber auch Personalverantwortliche der Dualen Partner, wie sie der zunehmenden Heterogenität von Studienanfängern in der Lehre Rechnung tragen können. Insgesamt werden 23 Projekte verschiedener Hochschultypen aus dem In- und Ausland vorgestellt, wie Studierende über den gesamten „Student-Life-Cycle“ hinweg – also von der Studienentscheidung über die Eingangsphase bis zum erfolgreichen Abschluss – begleitet werden können.

Hohes Invest in Medienausstattung

Der Einsatz von adäquaten Medien in der modernen Hochschuldidaktik spielt bei der Qualifizierung der Studierenden ebenfalls eine wichtige Rolle. Die DHBW Mosbach hat deshalb 2014 mehr als eine halbe Million Euro in die medientechnische Ausstattung ihrer Seminarräume und Hörsäle investiert. Zusätzlich zur standardmäßigen Beamer-Laptop-Ausstattung können die Professoren auf sogenannte Visualiser und Smart Podia zurückgreifen, die mehr Interaktivität in der Vorlesung erlauben. „Wir wollen unsere Hochschule sattelfest für die Zukunft machen – moderne Räumlichkeiten inklusive top-ausgestatteter Labore für Lehre und Forschung sowie eine indidviduelle Betreuung der Studierenden sind dafür zwingend notwendig“, ist Jeck-Schlottmann überzeugt.

Erstsemesterbegrüßung der Fakultät Wirtschaft in Mosbach und Bad Mergentheim