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„Tag der Lehre“ an der DHBW Mosbach

6. Oktober 2014

Im Fokus: Qualifizierung im Studien-Lebenszyklus

Sind Abiturienten gut gerüstet fürs Studium? Welche Kompetenzen sollten sie mitbringen? Welche Unterstützung können Lehrende bieten? Diesen und weiteren Fragen widmet sich der „Tag der Lehre“ am 23. Oktober 2014, erstmals durchgeführt von der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Mosbach. Insgesamt 23 Projekte aus allen bekannten Hochschulformen werden zum Thema „Qualifizierung Studierender im Student-Life-Cycle“ vorgestellt. Kurzentschlossene können sich noch bis zum 15. Oktober für diese kostenlose Veranstaltung anmelden.

„Die Qualität in der Lehre sicherzustellen, hat an der DHBW Mosbach vor dem Hintergrund des enormen Wachstums der letzten Jahre höchste Priorität. Durch die zunehmende Heterogenität der Studienanfänger erfährt das Thema zusätzliche Relevanz. Wir freuen uns deshalb, dass so viele Hochschulen, darunter auch Vertreter der Universität St. Gallen, ihre Teilnahme zugesagt haben“, so Prof. Dr. Petra Morschheuser, Leiterin des Ressorts Qualität der Lehre und E-Learning an der DHBW Mosbach.

Zur Einstimmung auf den Tag geht Prof. Dr. Thilo Harth vom Zentrum für Qualitätsentwicklung der Fachhochschule Münster in seiner Keynote auf die Vielzahl von Widersprüchlichkeiten der aktuellen Lehr- und Lernkultur ein: Einerseits wird autonomes, selbstständiges Arbeiten und Lernen gefordert – andererseits dominieren verschultes Studium, Frontalunterricht und einheitliche Abschlussprüfungen den Alltag an Schulen und Hochschulen. Daraus ableitend skizziert Harth Schlussfolgerungen für die Qualifizierung im Student-Life-Cycle aus hochschuldidaktischer Perspektive. Die zweite Keynote von Dr. Janina Tosic vom Hochschulzentrum für Lehre und Lernen der Hochschule Niederrhein zeigt Professoren und Dozenten Grenzen, Hürden, aber auch Erfolge des fortlaufenden Prozesses der integrierten Lehrkonzeption auf.

Workshops mit Fallbeispielen und Raum für Diskurs

In den anschließenden, parallelen Workshops werden insgesamt 23 Projekte aus den verschiedenen Abschnitten des Student-Life-Cycles vorgestellt. Hilfe vor der Studienentscheidung sollen Schülern beispielsweise zweitägige Exkursionen, MINT-Camps (beide DHBW Heidenheim), Schüleringenieurakademien und Schulkooperationen (beide DHBW Mosbach) bieten. In der Studieneingangsphase stehen vor allem Projekte zu Mathematik-Seminaren auf dem Programm. „Das große Angebot an vorbereitenden Mathematik-Kursen für Studienanfänger zeigt, dass hier die Defizite zunehmen. Wir haben deshalb einen eigenen Workshop-Block dafür vorgesehen“, so Morschheuser. Referenten der DHBW Heidenheim, Karlsruhe und Mosbach sowie der Hochschule der Medien in Stuttgart stellen ihre Konzepte zur Lösung des Problems vor. Um die Sozialkompetenz Studierender zu fördern und sie zu eigenverantwortlichem Handeln zu erziehen, hat die Hochschule Heilbronn für alle Sechstsemester des Studiengangs Produktion und Prozessmanagement die Lernfabrik entwickelt. Es gilt, einen kompletten Produktrealisierungsprozess arbeitsteilig zu bewältigen, wobei den Studierenden bei der Lösung der Aufgabe größtmögliche Freiheit gewährt wird.

Jeder Workshop bietet ausreichend Zeit für Erfahrungsaustausch. Zusätzlich werden alle Ergebnisse an Ende des Tages im Plenum vorgestellt und diskutiert. Professoren, Dozenten und Lehrbeauftragte aller Hochschulen, aber auch Lehrer sind herzlich eingeladen, an dieser kostenlosen Veranstaltung teilzunehmen. Der Anmeldeschluss wurde verlängert und ist noch bis 15. Oktober online möglich.

Eckdaten der Veranstaltung

Datum: 23. Oktober 2014
Uhrzeit: 9:00 Uhr bis 17:30 Uhr
Ort: Audimax im Gebäude E der DHBW Mosbach, Lohrtalweg 10, 74821 Mosbach