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Ungewohnte Denkräume in Forschungsfragen

7. Januar 2016

Erstes Doktorandenkolloquium an der DHBW Mosbach gestartet

Bekannt ist die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) für das praxisnahe, duale Studium. Eine noch junge und darum bisher wenig beachtete Aufgabe der Hochschule ist die kooperative Forschung. 2015 starteten die ersten Doktorandinnen und Doktoranden in Kooperation mit anderen Universitäten ihr Promotionsvorhaben an der DHBW Mosbach. Im Dezember 2015 fand nun das erste Doktorandenkolloquium statt.

Ziel des Kolloquiums ist, den Promovierenden eine Plattform für wissenschaftlichen Austausch zu bieten, so Prof. Dr. Max Mühlhäuser, Leiter des Ressorts Forschung. Beim ersten Treffen stellten fünf Promovierende der DHBW Mosbach und drei der DHBW-Standorte in Karlsruhe und Heilbronn ihre Forschungsprojekte vor. Die Bandbreite reichte dabei von Schachtkraftwerken und dem Abtragverhalten von Fremdpartikeln über Mathematikinhalte im Studium bis hin zur Finanzierung von Infrastrukturinvestitionen oder zur Unternehmenspublizität.

Kooperation mit Elite-Universitäten

Mühlhäuser genoss die Stimmung unter den Teilnehmern, die ihn an die Forschungsatmosphäre an seinen früheren Hochschulen erinnerte: „Wir sind Vorreiter an der DHBW im Bereich der kooperativen Forschung. Das liegt zum einen an der hervorragenden Laborausstattung, zum anderen haben wir die Möglichkeiten des Innovationsprogramms Forschung bereits gut genutzt.“ Das Innovationsprogramm Forschung (IPF) der DHBW fördert gezielt den Ausbau des akademischen Mittelbaus und die Durchführung von Promotionen in Kooperation mit Universitäten. Vier der sechs Promotionen an der DHBW Mosbach werden aus diesem Programm finanziert. Zu den kooperierenden Universitäten gehören auch Elite-Universitäten wie die Technische Universität München, erklärte Mühlhäuser stolz.

„Das Doktorandenkolloquium ist aber mehr als nur die reine Präsentation der Zwischenergebnisse“, erläutert Prof. Dr. Bernd Bachert, der eine Doktorandin betreut und zusammen mit Mühlhäuser die Veranstaltung initiiert hat. „Vielmehr sollen sich die akademischen Mitarbeiter untereinander vernetzen und Synergieeffekte nutzen, um den Wirkungsgrad ihrer wissenschaftlichen Arbeiten zu erhöhen.“ Das konnten die Teilnehmer bestätigen. Christian Düsi (DHBW Mosbach): „Das Kolloquium eröffnete mir, speziell durch die interdisziplinäre Ausrichtung von technischen über wirtschaftswissenschaftliche bis hin zu bildungswissenschaftlichen Fragestellungen ungewohnte Denkräume und wichtige, spannende Kontakte.“ Ohne eine solche Plattform wäre die standortübergreifende Vernetzung der Doktorandinnen und Doktoranden nur schwer möglich, so Düsi. Auch Nils C. Hildebrandt (DHBW Karlsruhe) lobte den gelungen Start des Kolloquiums: „Es war ein Blick über den Tellerrand, welche Promotionsprojekte es außer meinem noch an der DHBW gibt. Zudem finde ich es wichtig, dass alle Doktoranden untereinander und nicht nur am eigenen Standort oder im eigenen Fach vernetzt sind.“

Viele Kontakte und direkter Austausch

Marcela Maldonado Lee (DHBW Mosbach) ergänzt: „Es war spannend zu erkennen, dass die Doktoranden trotz unterschiedlicher Fachrichtungen vor denselben Schwierigkeiten und Fragestellungen stehen wie man selbst.“ Die zahlreichen und breit gestreuten Fragen der Promovierenden und Professoren aller Fachbereiche hätten den Horizont erweitert, erklärt sie. Nützlich sei aber auch ein direkter Austausch zu organisatorischen und administrativen Aspekten der kooperativen Promotion gewesen, beispielsweise zu Abläufen und Fortbildungen.
„Wir wollen die DHBW Mosbach als anerkannten Forschungspartner positionieren“, erklärt Mühlhäuser. Das Kolloquium, zusammen mit den wissenschaftlichen Publikationen, die die akademischen Mitarbeiter ergänzend zu den Vorträgen verfassen, sei ein Element der Forschungsstrategie. Die Veranstaltung soll deshalb künftig zweimal jährlich stattfinden, so dass der Fortschritt der wissenschaftlichen Arbeiten dokumentiert werden kann. Begleitet wird die Veranstaltung vom Support Center Forschung der DHBW, um die Doktoranden in organisatorischen Fragestellungen hinsichtlich der Forschungsförderung beratend zu unterstützen.